Warum Selbstliebe kein Ziel ist – sondern ein stiller Weg zurück zu dir selbst

Ich dachte lange, ich müsste erst genügen, bevor ich mich selbst lieben darf. Erst besser werden. Stärker. Schlanker. Erfolgreicher. Erst etwas leisten – dann lieben.

Aber die Wahrheit ist: Selbstliebe beginnt nicht am Ende einer Reise. Sie ist der Weg selbst. Still. Ehrlich. Und manchmal auch schmerzhaft.

Die große Illusion: Wenn ich mich nur genug anstrenge …

Viele von uns glauben, Selbstliebe sei ein Zustand, den man erreicht. Wie ein Ziel auf einer To-do-Liste: Wenn ich gelassener bin. Wenn ich mich nicht mehr vergleiche. Wenn ich keine Angst mehr habe. Dann kann ich mich lieben.

Doch Selbstliebe wartet nicht am Horizont. Sie sitzt längst in deinem Inneren. Oft leise. Manchmal verletzt. Aber da. Sie wächst nicht aus Leistung, sondern aus Annahme.

Selbstliebe heißt nicht, sich immer gut zu fühlen

Manchmal lieben wir uns am meisten, wenn wir uns am wenigsten danach fühlen. Wenn wir traurig sind – und uns erlauben, traurig zu sein. Wenn wir versagen – und uns nicht dafür verurteilen. Wenn wir zweifeln – und trotzdem bleiben.

Selbstliebe ist kein Hochgefühl. Es ist ein inneres „Ich halte dich“, selbst wenn alles wackelt.

Selbstliebe ist kein Egoismus

Es gibt ein hartnäckiges Missverständnis: Wer sich selbst liebt, sei egoistisch oder selbstbezogen. Doch das Gegenteil ist wahr. Wer in sich ruht, muss nicht um Aufmerksamkeit kämpfen. Wer sich selbst annimmt, urteilt weniger über andere.

Und: Nur wenn es dir selbst gutgeht, kannst du wirklich für andere da sein. Es ist kein Luxus, für dich selbst zu sorgen – es ist deine Verantwortung. Im Flugzeug heißt es nicht ohne Grund: Setze zuerst dir selbst die Sauerstoffmaske auf, bevor du anderen hilfst. Nicht aus Egoismus, sondern aus Einsicht: Du kannst nur geben, wenn du innerlich genährt bist. Selbstliebe schafft inneren Raum – für Mitgefühl, für Verständnis, für echte Verbindung.

Nur wer sich selbst hält, kann auch andere halten. Nur wer sich selbst mit Güte begegnet, kann diese Güte in die Welt tragen.

Der stille Weg der Rückverbindung

In meinem Buch Worte deiner Seele – Ein Weg zur Liebe in dir habe ich diesen Weg nicht als Methode beschrieben, sondern als Gespräch. Zwischen Seele und Ego. Zwischen dem Teil in uns, der schützen will – und dem Teil, der heilt.

Es geht nicht darum, sich zu optimieren. Sondern sich zu erinnern. An das, was in uns immer ganz war.

„Du bist nicht falsch, weil du fühlst. Du bist nicht schwach, weil du zweifelst. Du bist genau da, wo du sein sollst.“

Ein kleiner Schritt – eine Einladung

Wenn du heute spürst, dass dir Selbstliebe fehlt – dann beginne nicht damit, dich zu verändern. Beginne damit, dich zu bemerken. Ohne Urteil.

Schließe für einen Moment die Augen. Atme. Und frage dich:

Was brauche ich gerade – wirklich?

Dann schenke dir eine kleine Geste. Wärme. Ruhe. Einen Spaziergang. Oder nur einen Satz:

„Ich darf da sein – so wie ich bin.“

Das ist kein Ziel. Das ist ein Anfang.


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